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Jerzy Bawol Akkordeon Tomasz Kukurba Viola Tomasz Lato Kontrabass
Kroke (jiddisch für »Krakau«) wurde 1992 von drei Freunden, die allesamt an der Kraków Academy of Music ihren Abschluss machten, gegründet. Kroke begannen zunächst Musik zu spielen, die tief in der jüdischen Tradition verwurzelt und stark von Balkanmusik beeinflusst ist, erweiterten dann aber ihr Repertoire, indem sie orientalische und indische Sounds, Elemente aus Jazz und Weltmusik hinzufügten und so ihren ganz eigenen charakteristischen Stil entwickelten. Ursprünglich traten Kroke nur in Clubs und Galerien in Kazimierz, einem ehemaligen jüdischen Bezirk in Krakau, auf. Später wurden diese aufgenommen und 1993 auf eigene Kosten auf ihrer ersten Kassette veröffentlicht.
Während eines Auftritts in der Ariel Galerie wurde Steven Spielberg auf sie aufmerksam, der zur selben Zeit in Krakau »Schindler’s Liste« drehte. Er lud sie nach Jerusalem ein, wo die letzten Szenen aufgenommen wurden. Dort gab die Gruppe ein Konzert im Rahmen einer Wiedervereinigungsveranstaltung der Überlebenden des Holocaust. Spielberg schickte zudem eine Kopie ihrer Kassette an Peter Gabriel, der Kroke daraufhin zum WOMAD Festival 1997 einlud, wo sie und ihr Debüt-Album »Trio« (1996) stürmisch vom Publikum gefeiert wurden. Die Kooperation mit Gabriel führte auch bald zu gemeinsamen Aufnahme-Sessions im Real World Studio. Von diesen Aufnahmen wurden später auch einige auf Gabriels Album »Long Walk Home«, dem Soundtrack zu Philipp Noyces gleichnamigem Film, verwendet. Im Jahr 1997 veröffentlichten Kroke auch ihr zweites Album »Eden«. Die erste Schaffensperiode Krokes wurde abgerundet durch »Live at the Pit« (1998).
Obwohl in ihren neuesten Originalkompositionen jüdische und balkanische Einflüsse immer noch vernehmbar sind, greifen Kroke mehr und mehr auf sephardische, arabische, ja sogar indische Sounds zurück. Das wird deutlich auf dem nächsten Album »The Sounds of the Vanishing World« (1999), das den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielt. Im Sommer 2001, während eines Konzerts in Cornwall, begegneten Kroke zum ersten Mal Nigel Kennedy, der der Band postwendend ein Angebot zur Zusammenarbeit unterbreitete. Daraus entstand das gemeinsame Projekt »East Meets East« (2003), welches ein absoluter Hit wurde. Zur gleichen Zeit wurde Krokes neues Album »Ten Pieces to Save the World« (2003) veröffentlicht, das auf Platz zwei der Weltmusikcharts kletterte. 2004 erschien das Konzertalbum »Quartet. Live at Home«. Ein Jahr später begann die Band in Kooperation mit dem Jazz-Pianisten Krzysztof Herdzin auf Edyta Gepperts Album »Spiewam zycie« (2006) zu arbeiten. 2006 erschien ein Song von Kroke auf dem Soundtrack zu David Lynchs Film »Inland Empire«. Nach fast vier Jahren vollgepackt mit Konzerttourneen durch halb Europa, erschien 2007 das Studio-Album »Seventh Trip« und im Oktober 2009 das Album »Out of Sight«, auf dem die Musiker wieder im ursprünglichen Trio spielen. |
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