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Michael Degen

Michael Degen zählt zu den namhaftesten deutschen Theater-, Film- und Fernsehschauspielern. Außerdem führte er Regie und hat sich auch als Schriftsteller einen Namen gemacht. Geboren 1932 in Chemnitz, ging er 1949 an die Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin, wo er auch sein erstes Engagement erhielt. 1951 wechselte er zum Berliner Ensemble von Bertolt Brecht. Weitere Engagements führten ihn u.a. an die Städtischen Bühnen Köln und Frankfurt, an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, an das Bayerische Staatsschauspiel München, das Wiener Theater in der Josefstadt und das Wiener Burgtheater.

Während seiner Tätigkeit an den Staatlichen Schauspielbühnen Westberlins von 1967 bis 1973 führte er am Schiller Theater für die Inszenierung des »Urfaust« von Goethe erstmals Regie und spielte gleichzeitig die Hauptrolle. Seit dieser Zeit arbeitete er als Regisseur und Schauspieler wechselnd an verschiedenen Theatern. Zu seinen beeindruckendsten Rollen zählen immer Auftritte, in denen er sich mit seiner eigenen Vergangenheit und mit dem Schicksal der Juden während des Nationalsozialismus beschäftigte. Auf der Bühne spielte er u.a. die Titelrolle in »Dantons Tod«, »Hamlet«, »Tartuffe«, »König Lear«, »Torquato Tasso«, »Don Juan« (bei den Salzburger Festspielen 1983 unter der Regie von Ingmar Bergman sowie in dessen TV-Inszenierung).

Ferner spielte er in vielen deutschen und internationalen Kinofilmen, darunter auch unter der Regie von Claude Chabrol, in deutschen Fernsehfilmen, u.a. in »Die Buddenbrocks« und »Die Sturmflut«, sowie in zahlreichen deutschen und internationalen Serien und Mehrteilern. Im Jahre 1999 debütierte Michael Degen als Autor. In seinen Kindheitserinnerungen »Nicht alle waren Mörder – Eine Kindheit in Berlin«, die inzwischen von Jo Baier für die ARD verfilmt wurde, beschreibt er die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs, in denen er und seine Mutter sich in Berlin vor den Nazis verborgen halten mussten, versteckt von mutigen Berlinern. Im Frühjahr 2007 veröffentlichte der Rowohlt-Verlag den zweiten Teil seiner Autobiographie mit dem Titel »Mein heiliges Land«. Michael Degens erster Roman »Blondi« erschien bei Claassen im Herbst 2002, sein zweiter Roman »Der Steuerhinterzieher« bei Ullstein im Herbst 2005.

  
 
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