 Geboren 1950 als Sohn eines klassischen Sängerehepaares in New York City, gilt Bobby McFerrin heute als eines der größten musikalischen Multitalente der Gegenwart. In der Welt der Klassik ebenso zuhause wie im Jazz oder Pop, begeistert er das Publikum seit Jahrzehnten als Stimmkünstler, Vokalakrobat, Komponist, Arrangeur oder Dirigent. Bereits im Alter von sechs Jahren begann Bobby McFerrin, Musiktheorie zu lernen. Nach einem Klavierstudium tourte er zunächst mit diversen Bands und in Showtruppen, bevor er 1977 sein Debüt als Sänger gab. 1980 kam es zu einer ersten Zusammenarbeit mit dem Meister des Vocalese-Gesangs, Jon Hendricks, seinem zukünftigen Mentor. Kurz darauf veröffentlichte er sein Debüt-Album »Bobby McFerrin«. Neben etlichen Konzertprojekten und Tourneen mit seiner eigenen Band arbeitete McFerrin mit Größen wie Herbie Hancock, Wayne Shorter oder der Band »Manhattan Transfer« zusammen. Der Hit »Don’t worry, be happy« machte ihn 1988 schließlich international bekannt, bevor er im Jahr 1990 sein Debüt als Dirigent gab. Seither arbeitete er mit nahezu allen führenden Orchestern und renommierten Solisten zusammen, darunter das Chicago Symphony Orchestra, das Israel Philharmonic, das Gewandhausorchester Leipzig oder die Wiener Philharmoniker. Inwieweit der Sänger sein Temperament auf einen ganzen Klangkörper zu übertragen weiß, belegen sein umjubeltes Debüt beim New York Philharmonic, ein Open-Air-Konzert vor 70.000 Zuhörern im Central Park, oder sein ausverkauftes Konzert bei den Salzburger Festspielen im Jahr 2003. Der zehnfache Grammy-Gewinner veröffentlichte zahlreiche CDs, darunter aus dem Jahr 1984 sein legendäres Solo-Album »The Voice«, aus dem Jahr 1992 seine gemeinsam mit Chick Corea eingespielte CD »Play« sowie seine CD »Hush« mit dem Cellisten Yo-Yo Ma, aus dem Jahr 1996 »The Mozart Sessions« sowie zuletzt das Anfang 2010 erschienene Album »VOCAbuLarieS«, das zusammen mit dem Komponisten, Arrangeur, Produzenten und Sänger Roger Treece entstanden ist. 2008 wurde in der New Yorker Carnegie Hall ein weiteres Großprojekt aus der Taufe gehoben: eine improvisierte Oper, die sich mit der biblischen Geschichte des Turmbaus zu Babel befasst. Nach gefeierten Auftritten beim Festival in den Jahren 2000 und 2004 war Bobby McFerrin 2007 »Artist in Residence« des SHMF. |