 Das außergewöhnliche Talent von Geigerin Ye-Eun Choi, 1988 im südkoreanischen Seoul geboren, wurde früh erkannt. 2004 zog sie nach Deutschland, um bei Ana Chumachenco an der Musikhochschule in München zu studieren. Heute gilt sie als eines der verheißungsvollsten Geigentalente ihrer Generation. Seit sie im Alter von zehn Jahren mit dem Seoul Philharmonic Orchestra ihr Konzertdebüt feierte, ist sie mit Orchestern auf der ganzen Welt aufgetreten. Dazu zählen das Orchestre symphonique de Montréal, das Münchner Rundfunkorchester, das National Orchestra of Belgium, das Indianapolis Symphony, das Kuhmo Chamber Orchestra, das Kammerorchester I Musici de Montréal, das Xiamen Philharmonic Orchestra sowie die führenden Orchester und Kammerensembles Südkoreas. Zu den Höhepunkten der Saison 2007/08 zählten ein Konzert mit dem Orchestre symphonique de Montréal mit Kent Nagano und Konzerte in der Alten Oper Frankfurt und der Dresdner Frauenkirche mit Anne-Sophie Mutter und den Trondheimer Solisten. Im Oktober 2009 gab sie ihr Debütkonzert mit dem New York Philharmonic unter der Stabführung von Alan Gilbert. Ihre Hingabe zur Kammermusik lässt Ye-Eun Choi bei Festspielen auf der ganzen Welt auftreten, unter anderem in Asiago, Danzig und Verbier. 2008 erhielt sie von Gidon Kremer die Einladung zum Kammermusikfest Lockenhaus und dem Kronberg-Festival, wo sie mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Lynn Harrell und Khatia Buniatishvili auftrat. Bei mehreren internationalen Wettbewerben wurde sie mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet: im Alter von 14 Jahren mit dem zweiten Preis bei der International Tchaikovsky Competition for Young Musicians, mit 15 Jahren beim Internationalen Wettbewerb Leopold Mozart, als jüngste Teilnehmerin bei der Montreal International Musical Competition sowie bei der International Violin Competition of Indianapolis im Alter von 18 Jahren. 2005 wurde Anne-Sophie Mutter auf sie aufmerksam, und bald darauf erhielt sie ein Stipendium der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Sie wird bis heute von Anne-Sophie Mutter persönlich gefördert und professionell unterstützt. 2007, im Jahr des ersten Zusammentreffens mit Christoph Eschenbach, wurde sie von der American Symphony Orchestra League zu einer der aufstrebenden Künstlerinnen des Jahres 2007 gewählt. |