Avi Avital und Maurice Ravel erobern Schleswig-Holstein – 171.000 Besucher beim SHMF

Das SHMF beendet die Saison mit einer Rekordbilanz: 171.000 Besucher wurden in diesem Sommer an den 107 Spielstätten an 63 Orten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Süddänemark und dem nördlichen Niedersachsen verzeichnet. Das entspricht einer Auslastung von 90 Prozent. Von den 171.000 Besuchern kamen rund 167.000 zu den 191 Konzerten, fünf Musikfesten auf dem Lande und zwei Kindermusikfesten. Rund 4000 besuchten die öffentlichen Proben der Orchesterakademie und der Meisterkurse. 131 Veranstaltungen waren ausverkauft. »Die großartige Bilanz zeigt, dass unser Publikum der Idee des Komponistenschwerpunkts und des Porträtsolisten mit immer größer werdenden Neugier folgt«, sagt Festivalintendant Dr. Christian Kuhnt.

In diesem Jahr stand der französische Komponist Maurice Ravel im Mittelpunkt vieler Konzerte. Das Publikum war in mehr als 60 Veranstaltungen dazu eingeladen, das beeindruckende Repertoire des Franzosen auch abseits des »Boléro« kennenzulernen und dabei auch der weitestgehend verborgenen Persönlichkeit des Komponisten nachzuspüren. Maßstäbe in der Interpretation setzten unter anderem Hélène Grimaud, das Hagen Quartett, Anne-Sophie Mutter, Christoph Eschenbach oder Christiane Karg. »Dank der hochkarätigen Künstler durften wir das Phänomen, dass Ravel keiner Musikströmung zuzurechnen ist, auf höchstem musikalischem Niveau erleben. Ravel hat uns als Schwerpunktkomponist ein besonders abwechslungsreiches Repertoire geschenkt, das immer wieder überrascht, zum Träumen verführt oder uns staunend zurückließ«, so Dr. Christian Kuhnt.

Das Solistenporträt gebührte in diesem Jahr dem israelischen Mandolinisten Avi Avital. Er gestaltete 20 Konzerte, die alle mit insgesamt 15.500 Tickets ausverkauft waren. Avi Avital stellte sich Schleswig-Holstein in den vergangenen zwei Monaten als musikalischer Grenzgänger vor, der den Sprung zwischen den Genres spielend und doch mit viel Fingerspitzengefühl bewältigt und seine Freude an neuen Konstellationen und Interpretationen mit dem Publikum teilt. Besonderer Höhepunkt war der einwöchige Workshop, in dem Avital mit 70 Mandolinenspielern aus aller Welt probte und mit einem Konzert in der ACO Thormannhalle in Büdelsdorf einen fulminanten Abschluss feierte. »Ich schließe das Festival als besserer Künstler ab, reifer an Erfahrung und mit vielen Erinnerungen, die mich für den Rest meines Lebens begleiten werden«, sagt Avi Avital.

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