Ksenija Sidorova ist Porträtkünstlerin! 

Sie läuft durch verwinkelte Gassen, kauft frische Tomaten und Pistazien-Pesto, genießt ihren Cappuccino und füllt eine uralte Kirche mit den kraftvollen Klängen ihres Akkordeons: Ein Teil des SHMF-Teams besuchte die diesjährige Porträtkünstlerin Ksenija Sidorova in ihrer Wahlheimat Sizilien und hat die Erlebnisse mit ihr nicht nur in wunderschönen Porträts, sondern auch in einem sehr persönlichen Film festgehalten. Das Ergebnis finden Sie unten. 

Ksenija Sidorova steht im Zentrum des kommenden SHMF-Sommers. Sie gilt als eine der führenden Akkordeonistinnen ihrer Zeit – eine Künstlerin mit großer Bühnenpräsenz und ansteckender Leidenschaft, die das Akkordeon aus der Ecke der Volksmusik geholt und ihm einen Platz im klassischen Konzertsaal gegeben hat.

1988 in Riga geboren, lernte Ksenija Sidorova das Akkordeon als Sechsjährige durch ihre Großmutter kennen. Zunächst an der örtlichen Musikschule und später im Studium an der Royal Academy of Music in London entdeckte sie das Potenzial ihres Instruments jenseits der Folklore. Ihren Master schloss sie mit Auszeichnung ab, internationale Anerkennung folgte schnell: 2012 wurde sie erste Preisträgerin der Bryn Terfel Foundation, 2015 stand sie mit Sting in der Royal Albert Hall auf der Bühne und 2017 erhielt sie den ECHO Klassik als Instrumentalistin des Jahres.

Ksenija Sidorova spielt eine Schlüsselrolle dabei, dem Akkordeon in der klassischen Musik neue Anerkennung zu verschaffen. In ihren Programmen entfaltet das über 20 Kilogramm schwere Instrument, das 2026 zum Instrument des Jahres gekürt wurde, eine faszinierende Klangwelt aus über vier Jahrhunderten. Um die Vielfalt des Akkordeons erlebbar zu machen, spielt sie Originalwerke und Arrangements, schöpft aus den folkloristischen Wurzeln ihres Instruments und arbeitet mit zeitgenössischen Komponisten zusammen – eine Musikerin zwischen Tradition und Innovation.

Als SHMF-Porträtkünstlerin zeigt Ksenija Sidorova in 18 Konzerten die gesamte Bandbreite ihres Könnens: von Soloabenden über intime Kammermusikprogramme bis hin zu großen Orchesterkonzerten. Gleich zu Beginn ihres Porträts bringt sie das neue Akkordeonkonzert des Komponisten und ehemaligen Porträtkünstlers Fazıl Say zur Uraufführung. Mit dem Estonian Festival Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi präsentiert sie das für sie geschriebene Werk »Dances« des Esten Tõnu Kõrvits, das sie selbst als »Rock’n’Roll- Konzert« für Orchester und Akkordeon beschreibt. Ihre stilistische Vielfalt offenbart sich ebenso beim Liederabend mit dem Bariton Benjamin Appl, der unter dem Motto »Lieder eines Lebens« Stücke von Beethoven über Schubert bis hin zu Simon & Garfunkel vereint. Und auch in Pietro Roffis Bearbeitung von Bachs Goldberg-Variationen für zwei Akkordeons zeigt sie die grenzenlose Ausdruckskraft ihres Instruments. Als weitere musikalische Partnerinnen und Partner hat sie u.a. den Mandolinisten Avi Avital, das Goldmund Quartett, den Gitarristen MILOŠ und das SIGNUM saxophone quartet eingeladen, mit denen sie das Akkordeon immer wieder neu erfindet und ihm den Platz im Scheinwerferlicht gibt, der seinem einzigartigen Klang gerecht wird.  

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